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Strahlmittel Prüfmaschinen

Strahlmittel-Prüfmaschinen mit horizontal
angeordneter Schleuderrad-Antriebswelle


Bei dieser Bauart arbeitet das Schleuderrad in der Vertikalebene. Als Beispiel zeigt Abbildung 1 eine in den Vereinigten Staaten und auch in England verbreitete, von der Firma Ervin Industries Inc. Alloy Metal Abrasive Division in Ann Arbor. Michigan USA gebaute Prüfmaschine dieser Art. Bemerkenswert ist die sehr gedrängte und verhältnismässig nicht allzu schwere Konstruktion. die es ermöglicht. die Maschineneinheit als Ganzes auf dem in Abbildung 1sichtbaren Traggestell mit Hilfe von zwei Mann zu transportieren, um gegebenenfalls auch auswärts und im Betrieb Strahlmittel-Untersuchungen durchzuführen.




Abb. 1 Strahlmittel-Prüfmaschine mit horizontal angeordneter Schleuderrad-Antriebswelle der Firma Ervin Industrie Inc. in A nn Arbor. Michigan. USA (Erwin A brasive Testing Machine).
1 = Rotierendes Schleuderrad-Gehäuse.
2 = Lagerung der Schleuderrad-Welle.
3 = Traggestell für den Transport der Maschineneinheit durch zwei Mann (Gewicht der Maschine 150 lbs. = ca. 70 kg).
4 = Lagerung für die Drehbewegung des Schleuderrad Gehäuses.
5 = Staubfangsack.
6 = Mit Gummistopfen verschlossene Öffnung für das Einfüllen der Strahlmittel-Probe.
7 = Zusatz-Einrichtung. die es gestattet, bei Bedarf in der Maschine auch Messungen der Strahlintensität nach dem Almen-Test-Verfahren durchzuführen. Nach Wegnahme des Deckels kann ein Segment aus dem Amboss ausgebaut werden. An seiner Stelle wird eine Halte- Vorrichtung für das Almen-Test Messplättchen eingesetzt und so die Versuche zur Bestimmung der Strahlintensität durchgeführt. Werkfoto: Ervin Industries Inc. - A lloy Metal A brasive Division in Ann A rbor, Michigan. USA.



Anderseits wurde um dieses Vorteils willen auf eine ganze Reihe von Verstell- und Regulier-Möglichkeiten verzichtet. Die im englischen Sprachgebiet unter dem Namen des Erfinders als «Ervin Abrasive Testing Machine» bekannt gewordene Maschinen-Einheit ist denn auch auf ein Standard-Prüfprogramm ausgerichtet, wobei stets mit ein und derselben Abwurfgeschwindigkeit gearbeitet wird. Der Aufbau dieser Prüfmaschine wird durch die schematische Darstellung Abbildung 2 veranschaulicht. Das mit vier Wurfschaufeln bestückte Einscheiben-Schleuderrad wird über ein Keilriemen-Vorgelege von einem Elektromotor aus mit einer festgelegten Drehzahl von 6900 t/min. angetrieben. Die Abwurfgeschwindigkeit beträgt hierbei etwa 60 m /sek. Eine Verstell-Einrichtung zum Verändern der Drehzahl des Schleuderrades ist nicht vorhanden. Als Amboss dient die konische Innenfläche des Schleuderrad-Gehäuses, mit dem auch die Rückförder-Einrichtung für das Strahlmittel fest zusammengebaut ist. Das Gehäuse und somit auch der Amboss sowie die Rückförder-Einrichtung rotieren gemeinsam um das Schleuderrad mit einer Drehzahl von ungefähr 25 t/min. Der Antrieb erfolgt von einem zweiten Elektromotor aus, wobei auch hier keine Verstell-Möglichkeit für die Drehzahl vorgesehen ist. Zur Ausrüstung gehört hingegen ein Zählwerk. das die Anzahl der getätigten Durchgänge (Umdrehungen des Rückführmechanismus seit dem Einschalten) registriert. Die gewünschte Prüfdauer kann vorgewählt werden. Sobald diese erreicht ist, stellt das Zählwerk automatisch beide Antriebsmotoren ab. In der schematischen Schnitt-Darstellung Abbildung 2 ist der Weg den das Strahlmittel vom Rückführmechanismus ins Schleuderrad und wieder zurück nimmt, durch Pfeile angedeutet. Die Rückseite des Schleuderrades ist mit Ventilatorflügeln zur Entstaubung der Maschine versehen. Der Luftaustritt erfolgt auf der Gegenseite durch eine Hohlwelle in einen Staubfangsack.




Abb. 186 Aufbau und Arbeits-Prinzip der Strahlmittel-Prüfmaschine mit horizontal angeordneter Schleuderrad-Welk der Firma Erwin Industries Inc. in Ann Arbor, Michigan, USA (Ervin A brasive Testing Machine).
1 = Einscheiben-Schleuderrad mit vier Wurfschaufeln bestückt. Drehzahl n = 6900 t/min.
2 = Die konische Innenfläche des Schleuderrad-Gehäuses ist als Amboss ausgebildet.
3 = Weg des Strahlmittels zur Rückförder-Einrichtung nach dem Aufprallen auf die als Amboss dienende Innenfläche des Schleuderrad-Gehäuses.
4 = Eintritts-Öffnung für die von den Ventilatorflügeln angesogene Luft zur Entstaubung der Maschine.
5 = Rückseite der Schleuderrad-Scheibe ist als Ventilator ausgebildet.
6 = Luftströmung in der Maschine. Die Entstaubungsluft strömt sodann durch das Schutzsieb 12 und gelangt über die Hohlwelle 9 in den Staubfangsack 10.
7 = Mit Gummizapfen verschlossene Öffnung für das Einfüllen der zu untersuchenden Strahlmittel-Muster und für die Entleerung der Maschine.
8 = Weg des von der Rückförder-Einrichtung nach oben hochgeführten Strahlmittel-Musters zu den Wurf¬schaufeln des Schleuderrades.
9 = Hohlwelle für den Antrieb des mit 25 t/ min umlau fenden Schleuderradgehäuses, das mit Amboss und Rückförder-Einrichtung für das Strahlmittel zu einer Einheit zusammengebaut ist.
10 = Filtersack zum Auffangen des Staubes.
11 = Antriebs-Welle für das mit 6900 t/ min umlaufende Schleuderrad.
12 = Schutzsieb.
13 = Elektromotor für den Antrieb des Schleuderrad-Gehäuses.
14 =- Lager für die Drehbewegung des Schleuderrad-Gehäuses.



Um ein zusätzliches Untersuchungsprogramm durchführen zu können. ist die Prüfmaschine auch in einer Ausführung lieferbar, die es gestattet. mit Hilfe einer Zusatz-Einrichtung auch Almen-Test-Messungen über die auf dem Amboss erzielten Strahlintensitäten vorzunehmen. Diese Hilfs-Einrichtung wird an Stelle des zur Entleerung des Maschinengehäuses dienenden Abschlussdeckels eingebaut. Es können damit auch Versuche zur Bestimmung der beim Strahlen auftretenden Aufrauhung durchgeführt werden. Alle diese Messungen geben jedoch keinen Aufschluss über die Strahlintensitäten oder Rauhigkeitswerte. wie sich diese sodann tatsächlich in Strahlmaschinen im praktischen Betrieb ergeben würden. Hingegen lassen sich in gewissen Fällen auf diesem Wege zusätzliche Anhaltspunkte für den Vergleich verschiedener Strahlmittel­arten oder Körnungen gewinnen.


Quelle: Dipl.-Ing. ETH I. Horowitz: Oberflächenbehandlung mittels Strahlmitteln