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Wissenswertes >> Strahlmitteleinfluss

Strahlmittelgemisch hat Einfluss
auf die Strahlleistung


Die Anzahl der Strahlmittel-Körner pro Gewichts-Einheit und der Einfluss dieser Bestimmungsgrösse auf die Strahlleistung.

In einer Strahlanlage muss die gestellte Aufgabe immer auf möglichst wirtschaftliche Weise durchgeführt werden. Hierzu ist es erforderlich, eine den Verhältnissen angemessene, jedoch möglichst grosse Flächenleistung zu erbringen. Wie aus den Darlegungen  Abschnitt "Zwei Komponenten Strahlen" hervorgeht, sind hierfür aus­serordentlich hohe Trefferzahlen pro Flächeneinheit erfor­derlich. Hierzu kommt noch der Umstand, dass für die meisten Strahl-Verfahren ein hoher Flächenüberdeckungs-Grad erforderlich oder sogar vorgeschrieben ist.

Die in einer gegebenen Zeit auf einer Flächen-Einheit erzielte Anzahl Treffer hängt einerseits von der in dieser Zeitspanne aufgeschleuderten Strahlmittel-Menge und anderseits von der Anzahl Körner pro Gewichts-Einheit des verwendeten Mediums ab. Der Einfluss dieser Faktoren soll in Anbetracht ihrer Bedeutung im nachfolgenden kurz beleuchtet werden.


Die Anzahl Körner in der Gewichts-Einheit Strahlmittel.

Es ist im allgemeinen schwierig, genaue Angaben über diese Bestimmungsgrösse zu machen. Dies liegt in der Natur der Sache. Eine Ausnahme bildet der Drahtschnitt, bei dem alle Körner nicht nur das gleiche spezifische Gewicht. sondern für eine gegebene Dimension auch einen genau definierten einheitlichen Durchmesser aufweisen. Demzufolge konnte für dieses Medium in Abbildung 1 ein Diagramm angegeben werden, aus dem die Anzahl Körner pro Kilogramm Stahl­drahtschnitt in Funktion des Drahtdurchmessers entnommen werden kann. Aber auch hier besteht bereits ein Unsicher­heitsfaktor, denn das Diagramm gilt genau genommen nur unter der Annahnie. dass alle Körner eine Länge aufweisen, die gleich gross ist wie der Durchmesser des Drahtes, aus dem das Korn hergestellt wurde. Die Abschnitte sind jedoch in der Praxis weit davon entfernt, dieses theoretisch geforderte Idealverhältnis der Abmessungen aufzuweisen. Im Diagramm Abbildung 1 wurde deshalb noch zusätzlich eine Linie eingezeichnet, aus der die Anzahl Körner bei einem Abmes­sungs-Verhältnis von L = 1,5 0 entnommen werden kann. Die Norm-Spezifikationen lassen jedoch so grosse Abweichungen gar nicht zu. So begrenzen beispielsweise die SAE-Vorschrif­ten die zulässige Abweichung der Gesamtlänge von 10 Abschnitten auf plus/minus 8 bis 10% des zehnfachen Wertes des Drahtdurchmessers, je nach Korngrösse. Der noch nicht in Kraft getretene Entwurf zu DIN-Norm 8201 — Blatt 4 nennt als zulässige Längenabweichung einen Mittelwert aus 20 gemessenen Körnern von plus/minus 10 bis plus/minus 20% je nach Korngrösse. Bei qualitativ hochwertigen Fabrikaten dürfte deshalb die Anzahl Körner pro Kilogramm Draht­schnitt nur wenig unterhalb der Werte liegen, als sich diese aus der im Diagramm eingezeichneten Kurve für das Ideal­verhältnis ergeben.

Bild 1:. Anzahl Körner pro Kilogramm Drahtschnitt in Funktion des Drahtdurchmessers.
L = Länge des Zylinders
Ø = Drahtdurchmesser
Z = Anzahl Körner pro kg Drahtschnitt
— = Kurve für das ideale Abmessungsverhältnis L = Durchmesser
- - - = Kurve für Abmessungsverhältnis L = 1,5 Durchmesser



Bereits wesentlich schwieriger ist es, Angaben für sphärische Strahlmittel-Sorten wie Stahlschrot, Glas-Strahlperlen usw. zu ermitteln. Auf dem gleichen Wege wie für Drahtschnitt kann selbstverständlich auch aus dem spezifischen Gewicht und dem Kugeldurchmesser das Gewicht eines genau definierten Schrotkorns errechnet und daraus weiter die Anzahl der Körner dieser Dimension im Kilogramm Strahlmittel ermittelt werden. In Diagramm Abbildung 2 ist eine solche theoreti­sche Kurve für Stahlschrot mit einem spezifischen Gewicht von 7,3 kg/dm3 aufgezeichnet worden. Die darin angegebenen Werte gelten jedoch nur für ein vollständig homogenes Strahlmittel, das ausschliesslich aus Körnern einer bestimmten genau definierten Abmessung besteht und die somit alle den gleichen Durchmesser aufweisen. Wie aus Tabelle XXIV A im Abschnitt der Normung  hervorgeht, besteht aber auch ein genau den Normen entsprechendes Stahlschrot aus einem breit ausge­fächerten Konglomerat von Körnern der verschiedensten Grössen. So enthält beispielsweise Stahlschrot S-330 (Nenn­korn-Grösse 0,8 mm) Körner, deren Durchmesser von 0,71 mm im Minimum bis zu 1,41 mm im Maximum schwankt. Was das Gewicht und somit auch die Masse anbelangt, so ergibt sich ein Verhältnis von 1 zu 7,75 zwischen dem kleinsten und dem grössten Schrotkorn des Gemisches. Gleich gross ist auch der Unterschied in der Zahl der Körner pro Kilogramm. Aber auch wenn die Randgrössen ausser Betracht gelassen werden, so entfallen immer noch 80% auf die Dimensionen