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Strahlverfahren Druckstrahlkessel

Es gibt drei Arten von Druckstrahlkessel.
Die für den jeweiligen Zweck erforderliche Type sollte stets Gegenstand sorgfältiger Überlegungen sein.

1. Sandstrahlanlage nach dem Saugprinzip

Bei diesen Maschinen wird die Luft nicht nur zum Strahlen benutzt, sondern auch dazu, das Strahlmittel nach dem Injektionsprinzip vom Behälter drucklos zur Düse zu bringen.

Anwendungsgebiete: Leichte Reinigungsarbeiten, Mattieren von Glas, Reinigung von dünnen Materialien, Entfernung von Farbresten etc. Dieses Prinzip kommt auch in Sandstrahlkabinen zur Anwendung.

2. Sandstrahlanlage nach dem Vakuumprinzip

Bei dieser Konstruktion wird das Strahlmittel nach dem Strahlen sofort durch Vakuum wieder abgesaugt und erneut in Umlauf gebracht.

Anwendungsgebiete: Sandstrahlarbeiten in der Nähe von Maschinenanlagen, Reinigungsarbeiten kleiner Flächen, bei denen durch das Strahlmittel Beschädigungen benachbarter Einrichtungen verursacht werden könnten. Beide Gebläse-Typen sind gegenüber dem nachfolgend beschriebenen Drucksandstrahlgebläse nur für spezielle Arbeiten einsetzbar.

3. Drucksandstrahlanlage

Das Druckstrahlkessel ist das Gerät für große Leistungen. Es wird weitgehend für die Reinigung großer Flächen oder schwer zu bearbeitender Konstruktionsteile benutzt, z. B. auf Schiffswerften, in chemischen Fabriken, Groß-Reperaturwerkstätten, bei der Reinigung von Gebäuden, Brücken, Stahl- oder anderen Konstruktionen mit großer Oberfläche.

Etwa 95% aller Geräte, die bei größeren Strahlarbeiten eingesetzt werden, arbeiten nach dem Schwerkraftprinzip. Die Anschaffung für den für Ihre Arbeiten benötigten Drucksandstrahlkessels sollte

unter Berücksichtigung folgender Punkte geschehen:

  1. Der Strahlkessel soll möglichst leicht konstruiert und mit Transportrollen versehen sein, damit die Beförderung von einer Arbeitsstelle zur anderen bzw. über das Gelände einer Baustelle hinweg bequem durchgeführt werden kann.
  2. Die Kesselkonstruktion muss nach den Sicherheitsvorschriften des TÜV hergestellt sein. Ein Kesselprüfattest vom TÜV muss vom Herstellerwerk mitgeliefert werden.
  3. Die Rohrkonstruktion am Sandstrahlgebläse muss einfach und mit möglichst wenig Fittings und Biegungen versehen sein. Der minimale Durchlass der Rohre sollte 1” bzw. 1 1/4” = 32 mm betragen, wenn eine hohe Leistung erzielt werden soll.
  4. Das Gebläse soll mit allen später noch beschriebenen Granulaten gleich gut arbeiten.
  5. Es soll mit einer automatischen, selbstschließenden, gummibekleideten Füllklappe ausgerüstet sein und nicht mit von Hand zu bedienender Füllklappe, wie man sie noch bei älteren Modellen antrifft.

    Verschlusskegel

  6. Über der Füllöffnung zum Druckkessel sollte sich ein Vorratsbehälter befinden, der ein Fassungsvermögen von ca. 60% des Druckkessels hat. Dieser Vorratsraum kann von einem Helfer während des Betriebes aufgefüllt werden, so dass das Material beim Entlüften sofort in den Druckkessel laufen kann.
  7. Der Druckkessel des Sandstrahlgebläses soll so bemessen sein, dass der Strahlmittelvorrat für eine Betriebszeit von 30 – 40 min. ausreicht. Da der Strahlmittelverbrauch von der Düsengröße und dem Strahldruck abhängt, kann die Größenbestimmung mit Hilfe der Tabellen dieser Broschüre erfolgen. Das Fassungsvermögen eines Strahlkessels ist unabhängig von der Strahlleistung. Es verändern sich lediglich die Nachfüllzeiten.
  8. Das Sandstrahlgebläse soll mit einer Strahlmittel-Dosiervorrichtung ausgerüstet sein, die die Menge des zuzuführenden Granulates genau regelt. Eine ausführliche Beschreibung der Dosiervorrichtung lassen wir im späteren Zusammenhang folgen.
  9. Das Sandstrahlgebläse soll mit einem Lufteinlass- und Luftablasshahn ausgestattet sein.
  10. Das Sandstrahlgebläse ist nach der Vorschrift des TÜV mit einem bequem zu öffnenden Handloch zu versehen. Neben der vorgeschriebenen Möglichkeit einer Inspektion ist dieses Handloch auch für die Entfernung von Fremdkörpern (Papier, Holz, Steine usw.) wichtig.
  11. Der Sandstrahlkessel soll einen konischen Boden mit einem Gefälle von wenigstens 35° zum freien Nachfluss des Strahlmittels haben.
  12. Falls das Strahlmittel mehrmals verwendet werden sollen, ist auf dem Fülltrichter ein Sieb anzubringen. Dadurch wird erreicht, dass nur Strahlmittel mit der richtigen Korngröße in das Gebläse gelangen.
  13. Wenn die Aufstellung des Gebläses im Freien erfolgt, ist durch einen Schutzdeckel dafür Sorge zu tragen, dass das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert wird.
  14. Bei Sandstrahlgeräten, die im Dauerbetrieb arbeiten, ist ein Gebläse mit Doppelkessel zweckmäßig. Eine solche Anlage besteht im Prinzip aus zwei übereinander aufgestellten Druckkesseln. Die Absaugung des Strahlmittels erfolgt aus dem unteren Kessel. Während des Strahlens kann der obere Teil entlüftet und erneut mit Granulat gefüllt werden. Wird der obere gefüllte Kessel wieder unter Druck gesetzt, läuft das Strahlmittel automatisch in den unteren Kessel.