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Aufstellungsrichtlinien

Aufstellungsrichtlinien für stationäre Anlagen

Für die Luftversorgung bei stationären Sandstrahl-Anlagen sind folgende Punkte sorgfältig zu prüfen.
  1. Deckt eine bereits vorhandene Kompressor-Station den zusätzlichen großen Luftbedarf einer Sandstrahlanlage, ohne dass die allgemeine Luftversorgung für sonstige Pressluftwerkzeuge, Farbspritzanlagen, pneumatische Vorrichtungen, Blasluft etc. beeinträchtigt wird?
  2. Liefert die vorhandene Kompressor-Station einen genügend hohen Luftdruck?
  3. Hat die Pressluftleitung von der Kompressor-Station zu der Sandstrahlanlage einen genügend großen Querschnitt, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten?

Wenn der Netzdruck im Betrieb höher ist als der benötigte Sandstrahldruck, so muss vor dem Sandstrahlgebläse ein Druckregler eingebaut werden.
Bei Verwendung einer separaten Kompressorstation für stationäres Sandstrahlen sind die "Aufstellungsrichtlinien für ortsbewegliche Anlagen" zu beachten!

Aufstellungsrichtlinien für ortsbewegliche Anlagen

  1. Der Kompressor soll möglichst nahe bei dem Sandstrahlkessel aufgestellt werden. Hierbei ist jedoch besonders darauf zu achten, dass er noch außerhalb des beim Sandstrahlen entstehenden Sandstaubes bleibt. (Windrichtung beachten!)

Reibungsverluste

  1. Der Zuführungsluftschlauch vom Kompressor zum Sandstrahlkessel muss eine ausreichende lichte Weite (I. W.) haben.
    Jeder Unternehmer sollte in diesen Punkten nicht sparsam sein, sondern Schläuche mit möglichst großem Innendurchmesser verwenden. Die Luftzuleitung kann nicht groß genug sein. Je größer die lichte Weite des Schlauches, um so kleiner der Reibungsverlust. Ein Reibungsverlust von nur 0,1 bar im Schlauchsystem ergibt bereits eine Leistungsminderung von 2%. Ein Reibungsverlust von 1 bar bedeutet also einen Leistungsrückgang von 20%. Die Tabelle 1 zeigt die Zusammenstellung der Reibungsverluste in einem Druckluftschlauch von 15 m Länge in Abhängigkeit von unterschiedlichem Druck und verschiedener Durchgangsleistung. Die Messergebnisse beruhen auf Versuchen der Ingersoll- Rand Co., die zur Feststellung der Druckverluste bei Einsatz von Gesteinsbohrern und pneumatischen Werkzeugen durchgeführt worden sind. Die Ergebnisse sind für Schläuche mit glatter Innenwandung richtig. Schläuche mit rauher Innenwandung können jedoch noch einen um etwa 50% größeren Reibungsverlust aufweisen, als die in der Tabelle aufgeführten negativen Werte angeben. Der Druckabfall steigert oder verringert sich linear zur Schlauchlänge: Beispiel: Schlauchlänge 15 m, Betriebsdruck 7,7 bar, Durchflussmenge 3,4 m³/min. Der Druckverlust beträgt 0,4 bar. Der gleiche Schlauch, in denselben Abmessungen und unter gleichen Druck- und Mengenbedingungen, jedoch von nur 7,5 m Länge weist einen Reibungsverlust von 0,2 bar, ein Schlauch von 45 m Länge unter den gleichen Bedingungen jedoch bereits den dreifachen negativen Wert, nämlich 1,2 bar als Reibungsverlust auf. Wir empfehlen deshalb statt der bisher üblichen Schläuche mit einer lichten Weite von 19 mm solche mit 32 mm lichter Weite als Zuführungsschläuche vom Kompressor zum Sandstrahlkessel.

  2. Die im Anhang befindliche Tabelle 2 zeigt das Verhältnis der erforderlichen Luftmenge zu den bei den Sandstrahlarbeiten verwendeten Düsengrößen. Die dort aufgeführten Werte für den Luftverbrauch per min, bezogen auf den an der Düse gemessenen Druck, sind durch die Strahlmittelmenge beeinflusst, die mit dem Fördermedium Pressluft der Düse zugeführt werden. Während ältere Tabellen für die Errechnung des Luftverbrauchs von dem freien Luftdurchgang durch die Düse ausgegangen sind, berücksichtigt man heute, dass ein Teil des Düsenquerschnittes durch das von der Luft mitgeführte Strahlgut ausgefüllt wird und sich dadurch der Querschnitt für den Luftdurchgang verkleinert. Durch diesen Umstand wird der Luftverbrauch nicht unbeträchtlich verringert. Für alle Luftschläuche sollten unsere Universalkupplungen benutzt werden, durch die eine Querschnittsverengung gegenüber den sonst üblichen Verbindungselementen im Schlauch vermieden wird. Nähere Ausführungen darüber lassen wir später folgen.

  3. Die automatische Schalteinrichtung (Leerlaufeinrichtung) am Kompressor muss durch Verstellen des Reglers auf den für den Strahlvorgang benötigten Druck eingestellt werden. Wenn Sie die vorstehenden Punkte bei der Auslegung der Kompressoranlage und des Schlauchmaterials berücksichtigen, befinden Sie sich auf dem richtigen Weg zu einem wirtschaftlich arbeitenden Sandstrahlbetrieb. Wichtig ist jedoch, dass auch die übrigen für den Sandstrahlbetrieb erforderlichen Geräte nunmehr mit der richtig ausgelegten Lufterzeugungsanlage koordiniert werden.