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Qualitaetskontrollen der Glasstrahlperlen

Qualitäts-Kontrollen der Glas-Strahlperlen



Spezifisches Gewicht

Bei bekannter chemischer Zusammensetzung des Glases kann das spezifische Gewicht mit genügender Genauigkeit rechne­risch ermittelt werden. Andernfalls muss das spezifische Ge­wicht in üblicher Weise mit Hilfe eines gradierten Messglases bestimmt wer­den. Gemäss den amerikanischen Spezifikationen USAF Mil-G­9954 A soll das spezifische Gewicht von Glas-Strahlperlen nicht geringer als 2,3 resp. nicht geringer als 2,4 gemäss den entspre­chenden kanadischen Vorschriften sein.


Gehalt an freiem Eisen (magnetische Partikelchen)

Sowohl die USAF MIL-G-9954 A als auch die kanadischen Vor­schriften begrenzen für Glas-Strahlperlen den Gehalt an freien und somit magnetischen Eisenpartikelchen auf maximal 0,1 Ge­wichtsprozent, denn dieses Strahlmittel wird sehr häufig für die Behandlung und für das Shotpeenen von Teilen aus Aluminium und Aluminium-Magnesium-Legierungen verwendet. Aber auch für das Reinigen von Oberflächen werden Glas-Strahlperlen häufig eingesetzt. Magnetische Eisenteilchen im Strahlmittel sind aus diesem Grunde ebenfalls unerwünscht, auch wenn es sich um Gegenstände aus Stahl usw. handelt.

Für die Prüfung ist eine unter 45° geneigte Magnetplatte zu verwenden, die ein Magnetfeld von im Minimum 1000 Gauss in einem Abstand von 1/8" erzeugt. Untersucht wird ein representa­tives Muster von 50 g Gewicht, indem man die Glas-Strahlperlen langsam und vorsichtig über die geneigte Fläche der Magnet­platte herabrieseln lässt. Die auf der Platte haftenden magneti­schen Teilchen und Glasperlen werden mit Hilfe einer Bürste herabgewischt und eingesammelt. Dieser Vorgang ist so lange zu wiederholen, bis beim Herunterrieseln keine magnetischen Teilchen mehr auf der Platte haften bleiben. Durch Wägen wird sodann der Prozentsatz der ausgeschiedenen magnetischen Par­tikelchen bestimmt.


Einwandfreie Kugelform

Die einschlägigen amerikanischen Vorschriften USAF Mil-G­9954 A, an die sich auch die europäischen Hersteller halten, schreiben den minimal zulässigen Prozentsatz von Glas-Strahl­perlen mit einwandfreier Kugelform vor.

Die Prüfung auf einwandfreie Kugelform ist mit Hilfe eines Mi­kroskops unter 20facher Vergrösserung und bei Beleuchtung der Probe von unten her (Durchlicht) vorzunehmen. Hierbei ist die Anzahl einwandfrei kugelförmiger Glasperlen in Prozent der gesamten Zahl der im Gesichtsfeld des Mikroskops sichtbaren Körner festzustellen. Die der Auszählung zugrundeliegende Probe muss mindestens 100 Glasperlen umfassen.

Bei der Untersuchung auf einwandfreie Kugelform ist gleichzei­tig auch unter dem Mikroskop die Oberfläche der Glas-Strahlperlen darauf zu prüfen, ob keine Spuren einer Wärmebehand­lung oder einer Überschreitung der Schmelztemperatur festge­stellt werden können. Zum Ausschuss gehören ebenfalls nicht vollständig durchgeschmolzene Körner, Perlen mit Einschnü­rungen oder mit kantigen Formen, gebrochene Körner usw., für die ein Anteil von maximal 3 Prozent insgesamt noch als zulässig festgelegt ist. Die Ausschuss-Zahlen sind in Prozenten der Glas­-Strahlperlen von einwandfreier Kugelform festzuhalten.


Glas-Strahlperlen mit Lufteinschlüssen

Auch die Anzahl der Glas-Strahlperlen, die Lufteinschlüsse auf­weisen, ist mittelst einer Untersuchung unter dem Mikroskop bei 20facher Vergrösserung festzustellen. Als Ausschuss gelten Körner, deren Volumen zu 25 Prozent oder mehr aus Luftein­schlüssen besteht. Bei der Betrachtung unter dem Mikroskop lassen sich ohne irgendwelche Schwierigkeiten diejenigen Glas­-Strahlperlen feststellen, die ovale oder eckige Formen haben oder sonstwie mit den oben aufgezählten Fehlern behaftet sind. Anders liegen die Verhältnisse bei der Ermittlung derjenigen Glasperlen, die Luft- und Gas-Einschlüsse aufweisen. Werden die Proben wie üblich in trockenem Zustand bei Beleuchtung von unten betrachtet, so ist es zumeist auch unter dem Mikroskop schwierig festzustellen, welche Perlen Luft- oder Gas-Einschlüs­se aufweisen und wie gross diese letzteren sind. Man behilft sich deshalb vielfach mit einem Kunstgriff. Der Brechungsindex der für die Herstellung von Glas-Strahlperlen zumeist verwendeten Natron-Kalk-Kieselsäure-Gläser liegt ungefähr beim Wert 1,52. Taucht man die zu untersuchenden Glasperlen in eine Flüssig­keit, die den gleichen Brechungsindex wie das Glas aufweist, so können bei Betrachtung unter dem Mikroskop die vollen, fehler­freien Glaskügelchen nicht mehr wahrgenommen werden und verschwinden im Gesichtsfeld, währenddem die Luftbläschen und Luft-Einschlüsse als gänzlich oder teilweise undurchsichtige, opake Stellen deutlich hervortreten, und mit Leichtigkeit ausge­zählt werden können.

Für die Untersuchung unter dem Mikroskop ist in den Vorschriften im allgemeinen die Verwendung einer 20fachen Vergrösserung spezifiziert. In der Praxis erzielt man jedoch vielfach bessere Re­sultate mit eine 30fachen Vergrösserung vor allem bei der Prüfung feiner und feinster Körnungen.