Das Schneidmittel GARNIT ist durch die Kornbehandlung und die spezielle Absiebung für alle HD-Schneidanlagen geeignet. Physikalische Eigenschaften der Mineralien, Kornform, Kornverteilung in der Fraktion und die Reinheit der Aufbereitungstechnologie garantieren hohe Schneidleistung.
Chemische Durchschnittsanalyse
| SiO2 | 24 - 36 % | TiO2 | ca. 1% |
| MnO | ca. 1 % | Al2O3 | min. 20-25 % |
| FeO | ca. 31 % | CaO | ca. 1 % |
| MgO | 5-7 % | | |
Technische Daten
| Spezifisches Gewicht: |  | 4,1 g/cm³ |
| Schüttgewicht: | | 2,0 - 2,1 g/cm³ |
| Kornform: | | kubisch |
| Härte: | | Mohs 7,5 - 8 |
| Schmelzpunkt: | | 1250 °C |
Korngrößen
Die Körnungen werden entsprechend folgender Empfehlung geliefert:
| Spezialkörnungen zum HD-Wasserschneiden; Korngrößen in mesh |
| 60 mesh |
| 80 mesh |
| 120 mesh |
| 200 mesh |
| 220 mesh |
| 230 mesh |
| 240 mesh |
Weitere Körnungen auf Anfrage.
Verpackung
in Säcken à 25/50 kg, auf Euro-Tauschpalette
Was ist Granatsand GARNIT?
Dieser Sand ist zunächst einfach eine Anhäufung loser mineralischer Körner mit einer nahezu gleichen chemischen Zusammensetzung. Granatsand ist ein natürlicher Sand. Der durch Zerkleinerungsmaschinen aus Gestein gebrochene Sand ist ein Brechsand. Für uns Anwender ist nur der Bereich der Mehlsande (0,002-0,06 mm), der Feinsande (0,06-0,2mm), der Mittelsande (0,2-0,6 mm) und der Grobsande (Grit von 0,6-2 mm) interessant. Granatsand ist ein silikatischer Sand, allerdings mit dem Hauptbestandteil Granat. Granat ist ein Schwermineral.
Granat ist sozusagen der Oberbegriff für über zehn mehr oder weniger gebräuchliche Schmucksteine, die zu den Silikaten gehören. Sie besitzen die Vorzüge guter Härte (etwas über dem Quarz) und hoher Lichtbrechung. Spricht man einen Laien auf Granat an, so denkt er unweigerlich an die roten "Karfunkelsteine" Pyrop und Almandin. Doch diese untereinander vollendet mischbaren Magnesia- und Eisentongranate sind nur ein Zweig. Einen Anderen bilden die Kalktongranate Grossular (hellgrün, rosa, gelb), Tsavorit (Smaragdgrün), Hessonit (braun, orange, honiggelb) und der dichte grün - schwarze "Transval-Jade". Ein Mangantongranat ist der orangerote Spessartin, der tatsächlich zuerst im gleichnamigen deutschen Mittelgebirge entdeckt wurde. Der schwarze Andradit ist ein Kalksteingranat, und mit Chromzusatz wird er zum gelbgrünen Demantoid. Das letzte Zweiglein ist der tiefgrüne, im Ural und Finnland zu findende Uwarowit. Es fehlt eigentlich nur ein blauer Vertreter.
Die roten Granate kommen fraglos am häufigsten vor. Der römische Naturwissenschaftler Plinius erwähnte zum Beispiel die Stadt Alabanda als Schleifort für Granate, und die Lautverwandschaft zum Almandin ist kein Zufall. Der kolumbinrote Almandin ist der schwerste und verbreitetste aller Granate. Dem Alpenwanderer begegnet er etwa im Ziller- und im Ötztal quasi auf Schritt und Tritt, wie in den Adirondack-Bergen im Staat New-York, deren Gestein zu 70 Prozent aus Almandin (gemeiner Granat) besteht.
Auffälliger jedoch waren die Funde, die in den Flüssen des Nordwestterritoriums von Australien gemacht wurden. Da die roten Steine zunächst für Rubine gehalten wurden, gründeten sich schnell "Rubingesellschaften" mit einigen hundert Grubenfeldern. Die florierenden Unternehmen gingen jedoch wieder zugrunde, als die Steine als Granate erkannt wurden. Die kubisch kristallisierenden Granate sind meist körnig-rundlich, z.T. sehr große Aggregate, aber auch derbe bis dichte Massen. Sie sind durchsichtig bis undurchsichtig, glas- bis fettglänzend. Aufgrund der großen Härte (Almandin, Pyrop, Spessartin mit der Mohshärte 7-8), wurden und werden diese Mineralien als Schleifmittel für Holz, Glas und Kunststoffe benutzt. Die in den letzten Jahren gemachten technischen Fortschritte nutzen noch eine andere Eigenschaft des Minerals Granat. Aufgrund der hohen Splitterfestigkeit (Zähigkeit) wird Granatsand zunehmend als metallfreies Mehrfachstrahlmittel und Schneidmittel für das Hochdruck-Wasserstrahlschneiden eingesetzt. Die Hauptvorkommen, nicht immer auch Hauptabbaugebiete, liegen in der Tschechoslowakei, Republik Südafrika, Australien, Indien und Sibirien.
Was unterscheidet Garnit von anderen Schneidmitteln? Garnit wird durch Veredelung hochwertiger, importierter Granatsande in Deutschland produziert. Die Produktion kann sich besonderen Kundenwünschen anpassen. Durch vorhergehende mechanische Beanspruchung des Einzelkorns sind Schwachstellen im Mikrogefüge beseitigt. Dennoch sorgen scharfe Bruchkanten für hohe Schneidleistung. So wird Garnit zum zäh-scharfen Hochleistungsschneidmittel.
Garnit ist bei günstigen Verbrauchswerten und wettbewerbsfähigem Preis ein vollwertiger Ersatz importierter Schneidsande. Das bedeutet geringere Produktionskosten.
Garnit ist ein chemisch inaktives, homogenes, nichtmetallisches natürliches Mineral, welches weder die Umwelt noch den Arbeitsplatz belastet. Das Schneidmittel ist absolut ungiftig und erfüllt die strengen Höchstwerte an ein in Deutschland zugelassenes Strahlmittel. Es erfüllt mit Abstand die silikogenen, toxischen und cancerogenen Grenzwerte (Berufsgenossenschaftliches Prüfzeugnis: 2002/23263/9311). Es ist ferritfrei, frei von löslichen Verunreinigungen und radioaktiver Belastung. Das bedeutet problemlose Entsorgung und fast immer auch Wiederverwendbarkeit.
Garnit ist ein extrem hartes (7,5-8 Mohs) und schweres Schneidmittel mit einem spezifischem Gewicht von ca. 4,1 g/cm³. Diese Härte verbunden mit dem kristallinen Aufbau führt zu hoher Zähigkeit (Splitterfestigkeit) des Schneidmittels. Diese Eigenschaft macht das Schneidmittel faktisch Standfest im Einsatz.. Dieses Schneidmittel ermöglicht eine hohe Schneidqualität mit definierten Rauhtiefen in Abhängigkeit von der Korngröße und Schnittgeschwindigkeit. Aufgrund der hohen Zähigkeit kann GARNIT mehrfach wiederverwendet werden. Für einige Anwendungsfälle ist diese Eigenschaft kostenbestimmend.
Garnit ist ein völlig frei fließendes Material und nicht hydroskopisch. Dies bedeutet problemlosen Transport, problemlose Lagerung und Verarbeitung.
Garnit wird auf Wunsch von uns entsorgt und einer wirtschaftlichen Weiterverwendung im Sinne des Kreislauf-Abfall-Wirtschaftgesetzes zugeführt.
Garnit erfüllt alle Anforderungen an ein umweltfreundliches, leistungsfähiges und wirtschaftliches Schneidmittel in allen Bereichen der Anwendung als Hochdruckwasserstrahlschneidmittel.