Strahlschläuche
Oft werden Strahlschläuche mit zu kleiner lichter Weite verwendet.
Eine Faustregel besagt, daß die lichte Weite des Schlauches drei- bis viermal so groß sein soll, wie die Durchlassöffnung der Strahldüse.
Auf die im Schlauchsystem auftretenden Reibungsverluste und die dadurch verursachte Druckminderung haben wir bereits hingewiesen.
Dieser bereits im Luftzuführungsschlauch zum Gebläse auftretende Druckverlust wird im Strahlschlauch bei ungenügender Auslegung der lichten Weite noch erhöht und kann dem Unternehmer durch Leistungsminderung hunderte von Euro pro Monat kosten.
In den nachstehend aufgezeichneten Versuchen haben wir für Sie in Messergebnissen die Druckverluste zusammengestellt, die sich auf dem Wege vom Kompressor bis zur Strahldüse infolge Reibung ergeben. Aus diesen Aufstellungen ist klar ersichtlich, dass Strahlschläuche nie zu groß gewählt werden können. Während noch vor einigen Jahren Schläuche im allgemeinen mit lichte Weite benutzt wurden, ist heute der größte Teil der Sandstrahlunternehmer auf den 1 1/4” Schlauch übergegangen, den sie in Verbindung mit einem ¾” oder 1” Handschlauch verwenden. Die optimale Leistung lässt sich allerdings nur erzielen, wenn man den Handschlauch fortlässt und den Sandstrahler auf das Arbeiten ohne Handschlauch schult.
Die Frage, ob man einen Sandstrahlschlauch mit doppeltem Gewebe oder vierfacher Einlage benutzt, hängt von der Art der auszuführenden Arbeiten ab. Viele Sandstrahler bevorzugen den Strahlschlauch mit doppelter Gewebeeinlage, besonders für Handschläuche, weil sie leichter und flexibler sind.
Strahlschläuche werden heute durch ein besonderes Verfahren auch ohne Verwendung einer Metallseele elektrisch leitfähig gemacht, um den Sandstrahler vor elektrischen Schlägen zu schützen.
Die Schläuche sollen sorgfältig behandelt, vor Nässe geschützt und in trockenen Räumen aufbewahrt werden. Im Einsatz ist dafür zu sorgen, daß der Schlauch so gerade wie möglich verlegt wird. Muss der Schlauch in Windungen verlegt werden, so sollen scharfe Knickungen vermieden werden, da diese neben erhöhten Reibungsverlusten eine starke Abnutzung des Schlauchfutters zur Folge haben.
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