Was heißt Sandstrahlen

Unter Sandstrahlen versteht man die Reinigung von Oberflächen durch Einwirkung von Sand oder andere Granulate als Strahlmittel, die durch Druckluft mit hoher Beschleunigung über eine Strahldüse auf das Reinigungsobjekt gestrahlt wird.

Obwohl nach der Verfahrens-Terminologie für dieses Reinigungsverfahren die Bezeichnung Granulat-Strahlen umfassender und zutreffender ist, da außer Sand die verschiedenartigsten Strahlmittel zum Einsatz kommen, soll in den nachfolgenden Ausführungen der in der Praxis allgemein gebräuchliche Ausdruck Sandstrahlen verwendet werden. Die gebräuchlichsten Arten von Strahlmitteln werden im Zusammenhang später ausführlich behandelt. Durch das Sandstrahlverfahren kann man verschiedene Reinigungsgrade erzielen.

Bei der Reinigung von Metalloberflächen lassen sich diese in folgende 4 Gruppen zusammenfassen:

  1. Sandstrahlen mit bürstenähnlichem Reinigungseffekt
  2. Normale Oberflächenreinigung ohne Hochglanzeffekt
  3. Reinigung bis auf eine fast blanke Metalloberfläche
  4. Reinigung bis auf eine völlig blanke Metalloberfläche

Die Wahl des Reinigungsgrades sollte vorher im Verhältnis zu dem nachfolgend aufzubringenden Oberflächenschutz bestimmt werden, je nachdem, ob der Auftrag von Rostschutzfarben, von Lackfarben, Haftgrundierungen, Verzinkungen oder Kunststoffbeschichtungen in Frage kommt. Das Sandstrahlverfahren kommt neben der Reinigung von Metalloberflächen auch beim Mattieren von Glas für Dekorationszwecke, bei der Entfernung von Lack- oder Farbresten auf Holz, bei der Reinigung von Kunststoffgegenständen wie Zahnprothesen, elektronischen Zubehörteilen usw. ebenso zur Anwendung wie bei der Entfernung von Ablagerungen auf Beton, bei der Reinigung von Gebäudefassaden, in der Lederindustrie und in vielen anderen Gewerbezweigen.